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Kein kalter Kaffee

Heute Morgen hab ich nochmal alle meine Einträge von hier durchgesehen und erschrocken festgestellt, dass u.a. der mit dem Kaffeerezept weg ist.

Na warte ....

Aber wozu braucht man ein Kaffeerezept, werdet ihr denken. Kaffee brüht man einfach auf, oder steckt ne Kapsel in die Maschine, oder doch wenigstens etwas umweltfreundlicher, einen Pad ... und dann ist die Tasse auch schon voll.

Tja!

Aber griechischer Kaffee ist anders!

Ich war 20, als ich auf einer griechischen Insel zur Nachmittagsstunde in einer Gasse im Schatten saß und vor mich hin träumte.

Plötzlich hörte ich ein Klappern aus einem der offenen Fenster. Dann ein Schäppern und schließlich ein Fluchen. Es war eine alte, knorrige Männerstimme. Was er fluchte, habe ich nicht verstanden, aber DASS er fluchte, daran bestand kein Zweifel.

Ich stand auf und suchte das Fenster, aus dem der Krach kam. Es war im Erdgeschoß und ich schaute hinein. Es stand ja weit offen. Die Küche war winzig, nur ein kleines Spülbecken, ein Gasherd mit 2 Flammen, ein Kühlschrank und ein kleiner Tisch und 2 Stühle.

Der Alte hob einen kleinen Topf vom Boden auf, der aussah wie bei uns die Töpfe zum Milch aufschäumen. Als er den Topf auf den Herd stellte, bemerkte er mich. Erst schaute er noch grimmig, aber als ich ihn grüßte, lächelte er.

Dann fragte er: "Elin kos Kaffes?" Das heißt: griechischer Kaffee  (ich habe es so geschrieben, wie ich es ausspreche)

Er fragte mich also, ob ich auch einen griechischen Kaffee wolle. Und ich nickte. Er verschwand aus seiner Küche und öffnete mir kurz darauf die Haustüre. Wir gingen zusammen in seine Küche und er zeigte mir, wie echter griechischer Kaffee gekocht wird.

Also um eines klar zu stellen, ich spreche nicht wirklich griechisch. Allerdings verstehe ich vieles aus der Situation heraus. Und selbst unterhalte ich mich mit Händen und Füßen in Englisch, Deutsch, etwas Griechisch und manchmal auch Bayerisch. Und oh Wunder, ich werde meistens verstanden. Auf diese Art habe ich schon ganz wundervolle Gespräche geführt. Je länger ich im Land bin, um so mehr Worte lerne ich natürlich. Zuhause werden die dann allerdings immer gleich wieder vergessen.

Aber eigentlich wollte ich ja erzählen, wie griechischer Kaffee zubereitet wird.

Also:

Man braucht einen hohen Topf, 3 TL Kaffeemehl pro Tasse, Zucker nach Geschmack und heißes Wasser.

Das Kaffeemehl löffelt man in den Topf, gib den Zucker dazu (Süßstoff bitte nicht, den erst in die Tasse) und übergießt das Ganze mit kochendem Wasser. Mit einem Löffel rührt man um und stellt den Topf auf die Flamme. Der Sud sollte mindestens einmal schäumend aufkochen. Dann sofort vom Feuer nehmen und umrühren. Jetzt muss man das Kaffeepulver sinken lassen, so dass der sog. Kaffeesatz entsteht. Deshalb heißt es Kaffeesatz, weil der Kaffee sich absetzt.

Hat sich der Kaffee gesetzt ;o) , kann man den Kaffeesud vorsichtig in die Tasse gießen.

Fertig!

Der alte Mann ist inzwischen schon gestorben, aber ich denke immer gerne an ihn, wenn ich typisch griechischen Kaffee zubereite.

Gerade eben habe ich meine 1. Tasse neben mir stehen und genieße sie. Wir haben es hier bereits 1 Stunde später als in Deutschland.

 

27.7.13 06:18


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