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New York im Dezember - Der 2. Tag

Sonntag, 4. Dezember 2005

Nach dem Frühstück in unserem "all you can eat" Coffeeshop gegenüber dem Hotel fuhren wir mit der Subway zur Wallstreet. Von dort spazierten wir zum Fährableger am Battery Park, von wo aus die Schiffe zur Freiheitsstatue starten.

Der Battery Park ist besonders im Sommer eine Oase aus Rasenflächen und Bäumen. Er erhielt seinen Namen von der Geschützbatterie, die hier in den 1680er Jahren stationiert war. Von der Uferpromenade aus hat man einen schönen Blick auf die Freiheitsstatue und Ellis Island. Von den vielen Monumenten des Battery Parks ist vor allem das Castle Clinton sehenswert. Es wurde 1811 gebaut und sollte den Hafen von New York verteidigen.

Gleich neben dem Park starten die Fährschiffe nach Ellis Island, nach Richmond und zur Freiheitsstatue zwischen 9 und 16 Uhr.

Achtung:

Seit dem 11. September 2001 sind dort die Sicherheitsmassnahmen beinahe so streng wie an den Flughäfen. Also unbedingt viel Zeit einplanen!
Am besten man ist schon vor 9 Uhr dort, denn nach 9 Uhr ist die Schlange der Wartenden viele viele Meter lang.

Während der Überfahrt hat man einen sehr interessanten Blick zurück auf die Skyline von Manhattan und Brooklyn.

Die Freiheitsstatue, eines der berühmtesten Wahrzeichen New Yorks, ist 46 Meter hoch und 225 Tonnen schwer. Sie ist ein Geschenk der Franzosen aus dem Jahre 1884. Damit wollten sie Amerika an die gemeinsame Allianz während der Unabhängigkeitskriege erinnern. Die Statue ist ein Geschöpf des französichen Bildhauers Frédéric-Auguste Bartholdi. Das Stahlgerüst im Innern der Statue wurde von Gustave Eiffel, der einige Jahre später den Eiffelturm in Paris baute, konstruiert.
In der linken Hand hält sie eine Kupfertafel mit der Unabhängigkeitserklärung.
Der Entwurf der Unabhängigkeitserklärung, 1776 vom dem Rechtsanwalt und späteren Präsidenten Thomas Jefferson verfasst, ist unter Glas in der New York Public Library zu sehen
In der rechten Hand hält die berühmte Amerikanerin aus Frankreich die Fackel der Freiheit, die nur leuchtet wenn die Abendsonne auf ihre vergoldeten Flammen scheint.

Auf dem Rückweg legte das Schiff in Ellis Island an.
Für viele, die früher in die USA einreisten, war Ellis Island die erste und oft sogar einzige Station. Viele wurden wieder zurückgeschickt! Auf Ellis Island standen bis 1954 die Büros der Einwandererbehörden und die Quarantäne-Quartiere. Zwischen 1892 und 1924 wurden dort über 17 Millionen Immigranten, davon 12 Millionen Europäer, untersucht und oft monatelang festgehalten, bevor man sie ins Land liess. Mehr als 3.OOO Menschen brachten sich dort um, weil sie nicht einreisen durften. Menschen, die von der Einreise ausgeschlossen waren, waren entweder kriminell, anarchistisch, kleinwüchsig oder "nur" krank! Tausende wurden zurückgeschickt! Heute kann man dort die Empfangsgebäude, Wohnbaracken, die Bibliothek und die anderen Einrichtungen besichtigen. Über einen Computer können die heutigen Amerikaner dort erfahren, wann und woher ihre Vorfahren nach Amerika kamen.

Nach der Schifffahrt besuchten wir die Trinity Church, die auch die "Schwarze Witwe am Broadway" genannt wird. Der Name stammt aus der Zeit, als die Kirche von den Abgasen und dem Ruß der Straßen außen ganz schwarz war. Allerdings wurde sie inzwischen mit Sandstrahlern gereinigt und man kann nun den rotbraunen Sandstein, aus dem sie erbaut wurde, wieder erkennen. Der Spitzname ist also nicht mehr gerechtfertigt, aber er blieb ihr trotzdem.

Die Trinity Church steht am Ende der Wall Street am Broadway. Sie wurde zwischen 1839 und 1846 von Richard Upjohn erbaut und war damals die dritte Kirche im Süden von Manhattan. Der Glockenturm ist 86 Meter hoch. - Ganz besonders interessant finde ich immer den kleinen Friedhof, der sich neben der Kirche befindet. Der älteste Grabstein dort ist von 1681!

Über die South Street Richtung Norden kommt man zur Wall Street.
"Wall Street", das ist ein Begriff, bei dem man nur an Geld denkt. Und tatsächlich beherrschen die Machenschaften in dieser Strasse die Geldgeschäfte auf der ganzen Welt. - Angefangen hat es im Mai 1792 mit dem Buttonwood-Vertrag. Der Vertrag wurde nach einem Baum, der am östlichen Ende der Wall Street stand, benannt. Unter diesem Baum wurden die ersten Börsengeschäfte abgewickelt. Bei schlechtem Wetter zogen sich die Börsenmakler in eine Taverne zurück, in der die Geldmenschen von heute bestenfalls noch ihr Dinner zu sich nehmen.
Buttonwood war die Grundlage für einen geordneten Wertpapierhandel!
Die bedeutendste der drei Aktienbörsen heute ist der New York Stock Exchange.
Die sechs monumentalen korinthischen Säulen geben dem Gebäude die Fassade von Festigkeit. Und dort will niemand mehr etwas vom "Schwarzen Freitag" im Oktober 1929, der die Depression der dreissiger Jahre einläutete, oder vom "Schwarzen Montag" im Oktober 1987, als die Aktien auf einen Schlag 23 Prozent ihres Wertes verloren, hören. - Die finanzielle Macht ballt sich zwar nur in wenigen Häuserblocks, aber trotzdem ist die Straßenschlucht so eng, dass sie düster wirkt.

Bei eisigem Wind wanderten wir weiter Richtung Chinatown.
Die Hauptstraßen von Chinatown sind die Canal Street und die Mott Street. Hier wird alles zum Kauf angeboten, was asiatisch ist. Schmuck, Seidengewänder, Lebensmittel, Heilpflanzen, Gewürze und eine riesige Vielfalt exotischer Früchte. Im Winter sind die Auslagen draußen natürlich nicht ganz so gewaltig wie in der wärmeren Jahreszeit, aber der Gesamteindruck von dem wilden Treiben ist der gleiche wie im Sommer. Und an jeder Ecke strömte uns natürlich der Duft der chinesischen Küche entgegen!

Essen gehen sollte man allerdings nicht direkt in den Restaurants an der Canal Street, sondern dann doch lieber in einem der netten kleinen Lokale in einer der zahlreichen Nebenstraßen. Dort kann es einem passieren, dass der Weg zur Toilette über eine steile Kellertreppe durch die Küche hindurchführt, wo man dann tote Hühner und anderes Geflügel von der Decke baumeln sehen und beobachten kann, wie der Koch in einem riesigen Pott voll mit Knochen eine Suppenbrühe anrührt.

Ein Tipp: Vielleicht doch lieber erst nach dem Essen auf die Toilette gehen!

Parallel zur Mott Street geht die Mulberry Street, die Hauptstrasse von Little Italy.
Little Italy ist genau das richtige Stadtviertel, wenn man sich mal vom Großstadtrummel erholen möchte. Durch die Strassen schlendern, in den Cafés sitzen und leckere italienische Süßspeisen genießen. Das ist genau das was dieses Viertel so liebenswert macht. Hier spürt man noch Ruhe und Gelassenheit!

Immer, wenn ich durch Little Italy laufe, könnte ich es fast bedauern, kein Appartement gemietet zu haben, sondern in einem Hotelzimmer ohne Kochgelegenheit zu nächtigen. Denn Little Italy gleicht einem einzigen großen Markt, auf dem es noch Spaß macht, einzukaufen. Wilder und lauter und bunter ist es zwar in Chinatown, aber dort herrscht auch eine ganz andere Athmosphäre. 

Little Italy hat bis heute seinen italienischen Charakter behalten. Vor allem in der Mulberry Street, der Hauptstrasse des Viertels, findet man noch jede Menge Restaurantes und Cafès.
Auf jeden Fall sollte man sich hier Zeit für einen Espresso in einem der Straßencafés nehmen, die in New York ansonsten nicht allzuoft vorkommen. Die Menschen hier sind anders als die anderen New Yorker!

Auf dem Weg nach SoHo schauten wir kurz in den Delikatessenladen Dean & Deluca. Dort bin ich immer wieder begeistert von der Vielzahl der wirklich leckeren Schlemmereien. Hier bekommt man richtig krosses Holzofenbrot und schwarzgeräucherten Schinken. Auch Süßspeisen jedweder Sorte sind hier zu finden und natürlich alle möglichen Kräuter und Gewürze aus aller Welt.

Und dann waren wir in SoHo
SoHo bedeutet "South of Houston Street" und hat nichts mit dem gleichnamigen Bezirk in London zu tun. Es ist neben Greenwich Village das zweite Künstlerviertel der Stadt. SoHo zeichnet sich durch kühl inszenierte Galerien, verschmuddelte Malerstudios, teure Boutiquen und freundliche Cafés aus. Die Gusseisenhäuser wurden im 19. Jahrhundert aus Fertigteilen montiert. Mit diesem Material liessen sich durch billige Reproduktionen edle Fassaden schaffen. Die Säulen, Bögen, Erker und Verzierungen geben den Häusern noch heute einen Hauch von Pracht und Vornehmheit.
Bevor SoHo ein Künstlerviertel wurde, waren dort viele Kleinfabrikanten angesiedelt, in deren "sweat shops" ahnungslose und mittellose Immigranten für Hungerlöhne arbeiten durften. Die Fabrikanten selbst richteten sich in den Gusseisenhäusern ein.

Aber nicht nur die Fabrikanten und ausgebeuteten Einwanderer waren in SoHo zu finden, sondern auch gewisse Damen. Die Green Street war einst ein "red light district".

Davon ist heute aber nichts mehr übrig.

Allerdings sind noch nicht alle Lagerhallen in Galeriewohnungen für die "Flüchtlinge aus der Park Avenue" umgewandelt. Unter der Woche kann man immer noch Lastwagen durch die Strassen fahren sehen, die dort Waren ab- oder antransportieren.

Weiter Richtung Norden kommt man schließlich in die Prince Street. Dort gibt es ein paar Lokale, in denen man sich von Fastfood und all den anderen ungesunden "Nahrungsmitteln", denen man in New York ausgesetzt ist, erholen kann.

Wer schon einmal in den USA war, der weiss, dass dort das Brot eine absolute Katastrophe ist.

Anders ist das in der Vesuvio Bakery in der 16O Prince Street. Hier wird einem jeden Tag knackfrisches Stangenweissbrot angeboten, aus dem leckere Sandwiches gezaubert werden! Na? Is that nix?
Bei "Vesuvio" kehre ich IMMER auf eine Tasse Kaffee und ein leckeres Sandwich ein. Man fühlt sich wie weggebeamt aus dem sonst so lauten New York, wenn man an einem der netten kleinen Tischchen, die vielleicht etwas altmodisch dekoriert sind, sitzt. Eine riesige Tasse richtigen Bohnenkaffee, stark und schwarz wie man ihn selten in den USA findet, vor sich und dazu noch Weißbrot, das auch in Frankreich nicht leckerer schmecken könnte. Ein Traum!

Am Abend waren wir noch in der Cathedral Church of St. John the Divine, in der wir ein Adventskonzert genossen. In den nächsten Wochen finden in New York in verschiedenen Kirchen Advents- und Weihnachtskonzerte statt, die sich allesamt großer Beliebtheit erfreuen, wie man uns versicherte.

So, jetzt (6.50 Uhr) geht es erst mal zum Frühstück, denn mein Magen knurrt schon ganz gewaltig.

Bis dann ....

5.12.05 12:50
 
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