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Kreuzfahrtschiff Norwegian Jewel

Luxus auf der ganzen Linie im schwimmenden Juwel
Im März 2006 haben wir eine Kreuzfahrt unternommen. Und das Schiff war einfach großartig! 
Es war die NORWEGIAN JEWEL, das momentan jüngste Schiff der Norwegian Cruise Line! Es ist derzeit eines der modernsten Schiffe, die die Weltmeere befahren, denn es wurde erst im Jahr 2005 gebaut. Im August 2005 lief es vom Stapel! Als ich es aussuchte, war es noch nicht mal vom Stapel gelaufen, also sozusagen noch gar nicht geboren.

Infos zu der Reederei könnt ihr unter www.ncl.de lesen. Die detaillierteren Infos sind auf der Internetseite des Unternehmens sehr schön nachzulesen.

Was für uns sehr wichtig war ist die Tatsache, dass dieses Unternehmen Freestyle Cruising praktiziert. Das heißt, es ist die unkomplizierteste Art, eine Kreuzfahrt zu genießen. Es gibt keine festen Tischzeiten und keine strenge Kleiderordnung. - Na also!

Gedacht, geplant, gebucht und abgeflogen!

Und dann endlich kamen wir am Schiff an!

Die "NORWEGIAN JEWEL" ist 295 Meter lang, 33 Meter breit und hat einen Tiefgang von 8 Metern. Es passen 2.376 Passagiere auf dieses 15 Decks hohe Schiff, um die sich 1.154 Besatzungsmitglieder kümmern.

Noch von Land aus sieht man die hübschen Malereien außen. Aber leider bleibt einem nicht viel Zeit, das Schiff näher zu betrachten, denn man muss ja einchecken.
Einschiffen, heißt das in der Seefahrersprache! Dabei hinterlegt man entweder eine Kreditkarte, oder zahlt 75 Dollar auf sein Bordkonto ein. Dann wird man noch fotografiert, denn bei den personenbezogenen Daten der Bordkarte ist dann auf dem Bildschirm immer ein Foto zu sehen, wenn sie irgendwo durchgezogen wird. Das erhöht die Sicherheit. Denn diese Karte ist bares Geld wert!

Gepäcktransport:
Unser Gepäck vertrauten wir einem der Gepäckträger an, die am Pier zur Verfügung standen. Pro Gepäckstück ist ein Trinkgeld in Höhe von 1 Dollar angemessen. Und weil es sein kann, dass man den Mann nicht mehr sieht, gibt man ihm das Geld am besten gleich. Das Gepäck wird einem dann einige Stunden nach Ablegen des Schiffes bis vor die Kabine gebracht. Deshalb müssen auch die Kofferanhänger gut beschriftet sein, sonst könnte es eine böse Überraschung geben. Zu diesem Zweck bekommt man von der Reederei mit den Reiseunterlagen auch eine ganze Reihe selbstklebender Kofferanhänger, auf denen bereits die Kabinennummer groß aufgedruckt ist. Auch die Namen der Passagiere stehen schon gut sichtbar aufgedruckt. Jedem Passagier stehen 5 Aufkleber zur Verfügung. Man darf ja auch bis zu 100 Kilo Gepäck pro Person an Bord schleppen (lassen).
Unser Gepäck wurde leider erst 5 Stunden nach Abfahrt aus dem Hafen von Miami gebracht. Deshalb empfehle ich, die wichtigsten Dinge wie Waschzeug zum Frischmachen, evtl. leichte Kleidung für das Abendessen usw. in einer kleinen Tasche selbst mit an Bord zu bringen.

Trinkgelder:
Trinkgelder in bar fallen auf dem Schiff nicht an!
Die holt sich die Reederei durch das Hintertürchen durch automatische Aufschläge. Das Bordkonto wird zum Beispiel pauschal pro Person und Tag mit 10 US-Dollar für den Trinkgeldpool belastet. Das sind bei 14 Tagen Kreuzfahrt 140 US-Dollar pro Person. Außerdem werden bei jedem Getränkekauf 15 % Autogartuity auf den Preis draufgeschlagen. Da die Getränke ebenfalls über die Bordkarte abgerechnet werden, kann man dagegen nichts tun.
Am Ende der Reise 
wird das Bordkonto per Kreditkarte ausgeglichen.
Zusätzlich zu den 10 US-Dollar pro Tag steht es jedem Passagier natürlich frei, sich mit einem kleinen Trinkgeld für besonderen Service zu bedanken. 1-Dollar-Scheine sollte man daher immer in ausreichender Menge zur Verfügung haben.
Diese leidige und etwas ungünstig geregelte Trinkgeldsache ist allerdings bei NCL allgemein üblich und hat nichts mit dem Schiff speziell zu tun.

Noch außerhalb von Bord bekamen wir nach allen Formalitäten erst mal einen Willkommensdrink in Form von Wasser, oder Orangensaft und einen kleinen Snack in Form von Muffins. Dann wurde uns die Kabinenkarte ausgehändigt und wir durften nach einer kurzen Gepäckkontrolle das Schiff betreten. Jeder, der das Schiff betrat, mußte seine Hände unter einen Desinfektionsmittelspender halten. Diese Spender stehen übrigens an allen Eingangstüren zu Restaurants, Bars und dem Casino. Bis auf den Boardingritus kann man sich allerdings weigern, seine Hände x-mal zu desinfizieren. Schließlich gibt es auf allen Toiletten Waschbecken mit lichtgesteuerten Wasserhähnen.

An Bord gingen wir natürlich zu allererst zu unserer Kabine auf Deck 9!


Die Kabinen:

Es gibt natürlich verschiedene Kabinen, die sich in Größe, Ausstattung und Preis teilweise erheblich unterscheiden.

Die Innenkabinen sind 13 qm groß, haben 2 Einzelbetten, die sich aber meist zu einem Doppelbett zusammenschieben lassen.
Die Innenkabinen sind quer übers Schiff verteilt und befinden sich auf den Decks 4, 5, 8, 9, 10 und 11. Je weiter unten die Kabinen sind, um so wahrscheinlicher ist es, dass man die Motorengeräusche mehr oder weniger stark dort hört.

Die Außenkabinen sind 14-15 qm groß. Auch hier lassen sich die 2 Einzelbetten zu einem Doppelbett zusammenschieben.
Die Kabinen verfügen über ein Panoramafenster oder Bullauge. Beide Fenstertypen kann man nicht öffnen.
Die Außenkabinen mit Bullauge befinden sich auf den Decks 4, 5 und 8.
Die Außenkabinen mit Panoramafenster befinden sich ebenfalls auf den Decks 4, 5 und 8.
Bei den Außenkabinen auf Deck 8 muss man allderdings damit rechnen, dass man eine eingeschränkte Aussicht hat.

Die Außenkabinen mit Balkon sind ca. 19 qm groß und haben eine breite und raumhohe Glastür zum eigenen Balkon mit Sitzmöbeln und verfügen zusätzlich noch über eine Couch-Sitzecke zwischen den Betten und dem Balkon. Diese Couch kann zu einem Bett ausgezogen werden, auf dem zwei kleine Kinder, oder ein Teenager gut Platz finden.
Balkonkabinen gibt es auf den Decks 8, 9 und 10.

Allen Kabinen gemein ist, dass sie über Telefon, Fernseher, Minibar-Kühlschrank, Safe, Bad mit Dusche/WC, Haartrockner, Klimaanlage und 24-Stunden-Kabinenservice verfügen. Im Bad befindet sich am Waschbecken ein Seifenspender und in der Dusche ein Spender mit Shampoo und Duschgel.

Die Mini Suiten
haben eine Größe von ca. 26 qm. Die raumhohe Glastür führt zum eigenen Balkon mit Sitzmöbeln. Die 2 breiten einzelstehenden Betten sind in ein Queen-Size Bett verwandelbar. Außerdem verfügen diese Mini-Suiten über einen großzügigen Wohnbereich, Minibar, ein luxuriöses Bad mit Dusche und Badewanne, Haartrockner, Telefon, Fernseher, Kühlschrank, Safe, Klimaanlage und einen Concierge-Service.
Diese Suiten befinden sich auf Deck 11!
27 der Mini Suiten sind behindertengerecht und haben deshalb nur eine mit dem Rollstuhl befahrbare Dusche, keine Badewanne. Genauere Auskunft über Behindertenkabinen erhält man bei Bedarf im Reisebüro, oder bei der Reederei.

Das Penthouse
kann man in drei verschiedenen Größen buchen. Die beiden Räume sind insgesamt zwischen 33 und 51 qm groß und haben natürlich auch eine raumhohe Glastür zum eigenen Balkon mit Sitzmöbeln. Im separaten Schlafzimmer steht ein Queen-Size Bett. Der Wohnbereich verfügt, ebenso wie alle anderen Kabinen, über Minibar, Telefon, Fernseher, Kühlschrank, Safe und Klimaanlage. Außerdem steht einem eine CD/DVD-Kollektion zur Verfügung. Das luxuriöse Bad mit Dusche und Badewanne bzw. Whirlpool-Badewanne und einem Haartrockner läßt keinen Wunsch offen. Den Bewohnern eines Penthouse steht ein Butler- und Concierge-Service zur Verfügung.
Diese Kabinen sind über das Schiff verteilt und befinden sich auf den Decks 8, 9, 10 und 11.

Aber das ganze läßt sich natürlich noch toppen, denn die Norwegian Jewel ist ein supermoderner Luxusliner und verfügt natürlich auch über 2 verschiedene Courtyard Villen.

Von den kleineren mit 41 qm gibt es 2 Stück.
Von den größeren mit 53 qm gibt es 8 Stück.
Sie befinden sich alle auf Deck 14 mit direktem Zugang zum privaten Außenbereich.
Deck 14 ist nur mit der dafür geeigneten Bordkarte zu betreten, also nicht für Jedermann. Allerdings bin ich, frech wie ich nun mal bin, einfach mal mit einer Frau im Aufzug hochgefahren, die dafür eine Karte hatte. Und weil grad Ein- bzw. Ausschiffung war, konnte ich mir einige der Kabinen ansehen, die grad nicht bewohnt waren. Beweisfotos könnt ihr unten sehen!

Die Villen verfügen über eine raumhohe Glastür zum eigenen Balkon mit Sitzmöbeln, einen Wohnbereich, einen eigenen Essbereich, ein Separates Schlafzimmer mit Queen-Size Bett, Minibar, Telefone, CD/DVD-Kollektion, 3 Fernsehern (Wohnzimmer, Schlafzimmer und Bad), Kühlschrank, 2 Safe und Klimaanlage in jedem Raum.
Das superluxuriöse Bad hat eine separate Dusche und eine Whirlpool-Badewanne über der ein kleiner Flachbildschirmfernseher hängt.
Die größere Villa hat noch ein separates Kinderzimmer!
Für beide Villen ist ein Butler- und Concierge-Service zuständig und die Bewohner haben Zugang zur exklusiven Concierge Lounge mit Swimmingpool, Whirlpool und Sonnendeck im eigenen Außenbereich, damit sie sich nicht unters gemeine Volk mischen müssen. Allerdings muss man sich diesen Außenbereich mit den Bewohnern der Garden Villa teilen.

Die Owner´s Suite
ist ca. 77 qm groß und ansonsten wie die Villen ausgestattet. Allerdings gibt es hier kein Kinderzimmer. Und natürlich ist das Schlafzimmer und der Wohn und Essbereich wesentlich größer und exklusiver als bei den Villen. Auch hier haben die Bewohner mit ihrer Bordkarte Zugang zur exklusiven Concierge Lounge mit Swimmingpool, Whirlpool und Sonnendeck im eigenen Außenbereich und verfügen natürlich ebenfalls über einen eigenen Butler- und Concierge-Service.
Allerdings befinden sich diese "Kabinen" im Bug links und rechts auf den Decks 9 und 10. Die "Owner" haben keinen direkten Zugang zum privaten Außenbereich, sondern müssen erst ein paar Meter durch die Schiffsgänge laufen und mit dem Aufzug fahren.

Doch wer nun meint, das wäre schon die luxuriöseste Unterbringung auf dem ganzen Schiff gewesen, der täuscht sich.

Es gibt nämlich noch 2 Garden Villen auf dem 14. Deck!
Diese "Kabinen" sind jeweils 311 qm groß und verfügen über ein eigenes Sonnendeck mit zusätzlich noch einmal 255 qm.
Hier gibt es ein Wohnzimmer und ein Esszimmer. Jedes der drei separaten Schlafzimmer verfügt über ein King- oder Queen-Size Bett und ein eigenes luxuriöses Bad. Das Haupt-Schlafzimmer hat ein Bad mit Whirlpool-Badewanne und separater Dusche. Und natürlich befinden sich diverse Sitz- Liege- und sonstige Möbel auf dem Sonnendeck. Von den privaten Sonnendecks aus kann man auf den allgemeinen Poolbereich des "Pöbels" im 12. Deck runterschauen.
Jedes Zimmer hat eine breite Glaswand nach draußen, so dass man die grandiose Aussicht genießen kann.
Ansonsten steht den Bewohnern all das zur Verfügung, was die Courtyard Villen-Bewohner haben. Ihr wist schon: Minibar und Fernseher und all das!
Den Bewohnern des 14. Decks steht ein eigener gemeinsamer Aufenthaltsraum mit Couchecken, kleinen Tischen, verschiedenen Tageszeitungen und Zeitschriften, einer Buffetvorrichtung mit Kaffee- und Espressoautomaten, Kannen mit frisch gepreßtem Saft, Keksen, Gummibärchen und Häppchen zur Verfügung. Die riesige Fensterfront bietet einen tollen Ausblick auf die Poollandschaft auf Deck 12. Allerdings funktionierte die Espressomaschine nicht, als ich grad da war. Die im Buffetrestaurant auf Deck 12 für die Allgemeinheit funktionierte immer .

Aber bleiben wir auf dem Boden der Tatsachen und beschäftigen wir uns mit dem Machbaren:
Viele Kabinen, ob Innen-, Außen-, oder Balkonkabine, können übrigens mit 3 oder 4 Personen belegt werden oder sind über Verbindungstüren miteinander kombinierbar.
Kinder von 2 - 11 zahlen zwischen 99 und 199 Euro für die Reise, wenn zwei Erwachsene gebucht haben.
Auch Teenager können auf Wunsch noch in der Kabine der Eltern mit untergebracht werden und damit deutlich günstiger als in einer eigenen Kabine.
Für Familien und ganz besonders für die Kinder wird auf diesem Schiff sehr viel angeboten. Aber dazu komme ich später noch!

Wir hatten eine Außenkabine mit Balkon auf Deck 9 in unmittelbarer Nähe der Owner Suiten und der Penthäuser gebucht und waren sehr froh darüber!
Preislich war der Unterschied zur Außenkabine mit Bullauge, das man nicht einmal öffnen kann, nicht so riesig und deshalb gönnten wir uns die sehr viel luxuriösere Kabine mit Balkon.
Ein Foto unserer Kabine könnt ihr unten sehen!

Preise werde ich hier keine nennen, denn je nach Kabinenkategorie, Saison und Route variieren die Preise sehr. Die aktuellen Preise lassen sich ganz leicht übers Internet, oder im Reisebüro abfragen. Aber schon zwei Monate später sieht es wahrscheinlich ganz anders aus.

In den Kabinen liegt englischsprachiges Informationsmaterial über das Schiff aus, mit dem wir uns über die Einrichtungen des Schiffes schlau machen konnten.
Es gab auch einen Restaurantplan, auf dem die Öffnungszeiten standen.

Der Kabinenservice:
Der Kabinenservice ist so gut, dass es beinahe schon zuviel ist.
Am Vormittag werden die Betten gemacht und eine Tagesdecke darübergelegt. Das Bad wird geputzt, frische Handtücher werden bereitgelegt, die Seifen, bzw. Duschgel- und Shampoospender werden überprüft und die evtl. verbrauchte Bodylotion ersetzt. Da sich in jeder Kabine ein Wasserkocher befindet und verschiedene Instantkaffees und Teebeutel samt Zucker und Süßstoff bereitliegen, wird der Inhalt überprüft und ggfs. aufgefüllt. Die Tassen und Gläser werden, falls benutzt, ausgewechselt und alles ordentlich hingestellt.
Am Abend kommt das Kabinenpersonal noch einmal! Dann werden die Tagesdecken von den Betten entfernt, die Betten aufgeschlagen, ein Betthupferl auf das Kissen drapiert, die Handtücher im Bad gewechselt, Kaffee und Teebeutel aufgefüllt, Tassen und Gläser ausgewechselt und ein kleines Handtuchtierchen auf dem Bett platziert.

Da bei Freestyle Cruising alles erlaubt ist, darf man natürlich von überall her auch Speisen und Getränke aus den Restaurants und Bars mit auf die Kabine nehmen. Das übrigbleibende Geschirr wird selbstverständlich ebenfalls vom Kabinenpersonal mitgenommen. Und sollte Geschirr in der Kabine herumstehen, das man nicht mehr sehen will, bis das Kabinenpersonal Morgens oder Abends kommt, stellt man es einfach auf den Gang. Wenige Minuten später ist es mit Sicherheit weggeräumt, denn das Kabinenpersonal ist rund um die Uhr auf dem Flur unterwegs.


Die Restaurants:
Da es langsam an die Abendessenszeit ging, hatten wir nun die Qual der Wahl, wo wir an unserem ersten Abend gerne essen wollten. Mit dem sog. "Freestyle Dining" hatten wir die Wahl unter 10 verschiedenen Restaurants, wobei in dreien eine sogenannte Tischgebühr zwischen 10 und 15 US-Dollar verlangt wird.

Um es vorneweg zu nehmen, wir haben auf unserer Reise fast alle 10 Restaurants getestet! Leider hat das meine Kleidergröße nicht gerade positiv verändert, aber es war einfach zu lecker was es alles gab.

Kulinarisch gesehen bleibt auf diesem Schiff wirklich kein einziger Wunsch offen. Wie auch? Der Koch ist ein Bayer! - Allerdings sind die Wege zwischen den einzelnen Restaurants manchmal nicht eben kurz. Deshalb hab ich Euch das jetzt mal von oben nach unten aufgelistet.

Auf Deck 13 befindet sich "Cagney's Steakhaus", in dem man 15 US-Dollar Tischgebühr plus die Getränke bezahlen muss. Es ist sehr sachlich eingerichtet und das Essen ist den Preis von pauschal 15 US-Dollar unserer Meinung nach nicht wert.

Auf Deck 12 befindet sich ein Italienisches Restaurant "Mama's". Es ist urgemütlich mit einem wunderbaren Toscana-Ambiente eingerichtet und man kommt sich wirklich vor wie in Mamas Kitchen. Für dieses Restaurant war es ratsam, einen Tisch zu reservieren, denn es war allgemein sehr beliebt. Aus der umfangreichen Speisekarte kann man sich verschiedenste Antipasti, Fischgerichte, Fleischgerichte, jede beliebige Pasta mit jeder beliebigen Sauce, Pizza mit Belag nach Wunsch und unglaublich leckere Desserts aussuchen. Und das alles OHNE Aufpreis. Nur die Getränke mußten, wie überall auf dem Schiff, bezahlt werden.
Ebenfalls auf Deck 12 ist das größte und am meisten frequentierte "Garden Café" mit dem integrierten "Kid's Café". Auch die "Icecreme Bar" befindet sich dort. In diesem Buffet Restaurant bekommt man von 5.30 Uhr bis 23.30 Uhr durchgehend warme und kalte Speisen. Bis 11 Uhr stehen auch kostenlos verschiedene Säfte zur Verfügung. Jeden Abend ist eine spezielle Küche der Welt das Motto, doch man findet trotzdem auch alles andere dort. Ganz besonders schön fand ich die Idee mit dem Kid's Café, in dem die Tische und Stühle etwas niedriger waren und auch ein kleines, etwas niedriger gehaltenes Buffet für die Kinder war. Dort gab es all das was Kinder gerne essen. Allerdings konnte man sich auch im Garden Café bedienen und im Kid's Café essen.

Das Great Outdor ist ein Buffetrestaurant im Freien im Heck. Das Buffet hier ist sehr viel kleiner, aber man kann sich vom Garden Café ALLES mit hinausnehmen und in der Sonne der Heckterrasse genießen.

Das Tapas Restaurant "Tango's" ist auf Deck 8 und bietet Mexicanische Küche von der Karte. Von den Tischen dort hat man eine gute Aussicht auf die sog. Empfangshalle im 7. Deck. Wir waren dort einmal und fanden es vom Ambiente her nicht sehr einladend. Da war das gegenüberliegende "Blue Lagune" vom Ambiente her schon sehr viel netter. Es ist der Platz, an dem man die verschiedensten Kaffeesorten in einem von Kaffeebohnen dominierten Café serviert bekommt. Das Blue Lagune bietet übrigens auch 24-Stunden-Kabinenservice.

Im asiatische Restaurant "Chin Chin" kostet die Tischgebühr 10 US-Dollar, aber das Essen ist es auf gar keinen Fall wert. Die Portionen sind zwar riesig, aber die meisten Gerichte sind so scharf, dass sie für europäische Gaumen einfach ungenießbar sind. Ich hatte ein "nur leicht gewürztes" Gericht bestellt und bin fast verbrannt. Wer das mag, der ist dort richtig, aber wir fanden insgesamt das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht stimmig und waren von der Qualität des Essens sehr enttäuscht. Auch das Ambiente sprach uns überhaupt nicht an, obwohl wir ansonsten asiatische Restaurants sehr gerne besuchen. Für 5 US-Dollar zusätzlich zu den 10 US-Dollar Tischgebühr kann man übrigens Sushi essen, soviel man möchte.

Im französischen Restaurant "Le Bistro" auf Deck 6 kostet die Tischgebühr 15 US-Dollar und das Ambiente ist so edel wie in einem der vornehmsten Pariser Restaurants. Hier muß unbedingt reserviert werden, denn sonst sieht es mit einem Tisch nicht sehr gut aus. Die Küche ist typisch französisch, verschnörkelt und auf dem Teller sehr übersichtlich.

Die Hauptrestaurants "Tsar´s Palace" und "Azura" befinden sich beide im Deck 6. Dort gibt es täglich wechselnde Menüs à la Carte. Wer Diätkost benötigt, kann diese nach Voranmeldung bekommen. Am besten sagt man schon zu Beginn der Reise Bescheid, dann wird einem eine spezielle Speisekarte zusammengestellt.

Das "Tsar's Palace" Restaurant ist sehr vornehm. Es wurde dem Ballsaal des Palastes in St. Petersburg nachempfunden. Der blau-golden gemusterte Teppichboden ist der passende Untergrund für die cremeweiß gestrichenen Holzstühle. An die runden Tische mit weißer Tischdecke und weißen Stoffservietten passen maximal 6 Personen und aufmerksame Kellner huschen geflißentlich dazwischen umher, stets darauf bedacht, den Gästen alle Wünsche von den Augen abzulesen. Es ist das mit Abstand chicste Restaurant auf dem ganzen Schiff und wir haben dort sehr oft, sehr gerne und sehr lecker gespeist. Man kann unter 6 Apetizern, 6 Vorspeisen, 5 Zwischengerichten, 10 Hauptspeisen und 6 Desserts wählen. Von dem was einem schmeckt, bekommt man auch gerne zweimal!
Im "Azura" gibt es die gleiche Karte wie im "Tsar's", allerdings ist das Ambiente völlig anders. Absolut Art Deco und sehr amerikanisch. Als wir dort einmal aßen, fiel uns auf, dass das Personal dort nicht sehr engagiert ist. Das Personal wechselt zwar ständig zwischen den Restaurants, aber ich glaube, dass trotzdem die wirklich guten Leute eher im "Tsar's", als im "Azura" eingeteilt werden.
In beiden Restaurants kann man sowohl Frühstücken, Mittagessen (bis auf Freitags, dann ist dort das große Schokoladenbuffet), als auch zu Abend essen.

Getränke waren übrigens in keinem der Restaurants im Reisepreis enthalten. Lediglich Kaffee, Tee, Wasser, Eistee und zum Frühstück auch Orangen-, Apfel- und Cranberrysaft konnte man ohne Zuzahlung bekommen. Alle weiteren Getränke werden dem Bordkonto angerechnet.

Wer sich weder für ein Restaurant entscheiden, noch die Kabine verlassen möchte, kann den 24-Stunden-Kabinenservice genießen. Dann ruft man eine Servicenummer an und bestellt sich etwas zu Essen in die Kabine. Dieser Service ist einfach vorzüglich und es werden einem (fast) alle Wünsche erfüllt.

Aber selbstverständlich habe ich mir das ganze Schiff angeschaut und bin nicht immer nur in unserer wirklich schönen Kabine geblieben!

Und ich kann Euch versichern, langweilig ist mir bei dem riesigen Angebot an Möglichkeiten auf dem Schiff in den zwei Wochen niemals geworden. Ganz im Gegenteil, ich war ständig auf Entdeckungstour und hab auch noch am letzten Reisetag Neues auf diesem Luxusliner ausfindig gemacht.


Aktivitätsmöglichkeiten auf dem Schiff:
Naja, die 2 Swimmingpools waren natürlich schnell ausgekundschaftet. Wer auf Wellenbäder steht, der ist in diesen Pools gut aufgehoben, denn es herrscht immer leichter "Seegang" im Pool. Zusätzlich kann die Wellenmaschine eingeschaltet werden, was vor allem den Kindern sehr gefiel.
Die 6 Whirlpools habe ich nicht alle getestet, aber nach einem langen Landausflug ist es schon sehr schön, sich da mal kurz durchsprudeln zu lassen, bevor man sich für das Abendessen frischmacht.

Für die Gesundheit, Schönheit und Fitness gibt es den Bora Bora Spa, den Bora Bora Schönheitssalon mit Friseur und Kosmetikerin und das Body Waves Fitness Center auf Deck 12.
Für den Sport an der frischen Luft stehen auf Deck 13 im Heck Spielfelder für Basket- und Volleyball, der Tennisplatz und zwei Golf Driving Netzplätze. Und um all diese Felder führt die Joggingbahn. Die Joggingbahn führt auch an Cagney's Steakhaus vorbei. Auf dem Promenadendeck 7 gibt es Felder für diverse Deckspiele wie Schach und Shuffleboard. Außerdem stehen an verschiedensten windstilleren Stellen Tischtennisplatten.

Für die geistige Fitness gibt es eine sehr schön eingerichtete Bibliothek, in der man sich auch Bücher ausleihen kann. Die bequemen Sessel laden zum Verweilen ein und das große Panoramafenster vom Boden bis zu Decke gestattet einen wunderbaren Blick auf das Meer. Gleich daneben ist der Bridgeroom, in dem man in aller Ruhe spielen kann. In der Bordzeitung findet man die Termine für die Bridgetourniere.
Im Internet Café stehen den Passagieren rund um die Uhr 6 PC's zur Verfügung. Allerdings ist dieser Spaß echt sehr teuer! Die Minute kostet 75 Cent! Wenn man ein Packet von 250 Minuten für 100 US-Dollar kauft, kommt man auf 40 Cent für die Onlineminute.

Täglich finden entweder Teppichauktionen statt, die der reizende Teppichfachverkäufer John abhält, oder Bilderversteigerungen, bei denen man mit einem Gläschen Champagner in Ruhe zwischen den Gemälden umherspazieren kann.
In der täglich frisch aufgelegten Bordzeitung sind die entsprechenden Termine hierfür zu finden.

Wer gerne shoppen geht, muss sich nicht gedulden, bis ein Landgang ruft. Auf dem Schiff gibt es verschiedene Shops, in denen man so ziemlich alles bekommt, was man auf Reisen oder zuhause so braucht. Der schiffseigene Duty Free Shop gleicht einem Kaufhaus und führt Modeschmuck für 10 US-Dollar bis hin zu Stücken für ca. 7.000 US Dollar. Hier können Männer also für ihre Frauen kleine Geschenke finden. Auch Parfum für SIE und IHN wird angeboten, sowie Krawatten, Gürtel, Jogginganzüge, Pullover, T-Shirts, Reisetaschen, Spielsachen und allerlei Andenkenkram. Dann gibt es natürlich noch verschiedene Pralinen und Schokoladen. Auch Zigarettenstangen sind Zollfrei zu bekommen. Und das Angebot alkoholischer Getränke erstreckt sich gleich über mehrere Regale. Allerdings darf man den Alkohol nicht mit auf die Kabine nehmen, wenn man ihn gekauft hat. Der wird bis zum Ende der Reise verwahrt und erst bei Ausschiffung ausgehändigt. Klar, die wollen ihre Getränke an den Bars verkaufen, wo der Milliliterpreis ein Vielfaches von dem im Duty Free Shop beträgt.
Es gibt auch noch einen kleineren, etwas exclusiveren Shop, in dem man hübsche Wand- und Armbanduhren kaufen kann.

In den drei Konferenzräumen werden Informationsveranstaltungen angeboten. In der täglich neu aufgelegten Bordzeitung steht, wann wo was stattfindet. Auch die verschiedensprachigen Gästebetreuer halten dort ihre Sprechstunden ab.


Die Abendunterhaltung:
Für die Abendunterhaltung steht das "Stardust Theater" im Bug zur Verfügung, das sich über 3 Decks erstreckt. Die täglich wechselnden Vorstellungen finden zweimal am Abend statt. 19.30 Uhr und 21.30 Uhr, so dass man entweder vor, oder nach dem Dinner dort hingehen kann. Wir waren dort sehr gerne und haben die großartigen Vorstellungen in vollen Zügen genossen.
Die Bewohner der Courtyard Villen, Owner-Suiten und Garden Villen hatten übrigens eine eigens für sie reservierte Tribüne. Da das Theater immer bis auf den letzten Platz besucht war, konnten diese Passagiere immer ganz knapp kommen und gemütlich zu ihrem für sie reservierten Platz gehen.

Anschließend kann man in das riesige "Jewel Club Casino" gehen und sein Glück erproben. Dort stehen einem verschiedenste Automaten und betreute Spieltische zur Verfügung.

Und was soll ich sagen, selbstverständlich gibt es jede Menge Bars, in denen man je nach Gefühl in moderner, oder gediegener Atmosphäre ein Gläschen genießen kann. Welche für wen am besten geeignet ist, muss man selbst herausfinden!

In der "Spinnaker Lounge" im Bug von Deck 13 gibt es bequeme Sitz und Liegemöglichkeiten (auch zum Kuscheln), eine große runde Tanzfläche, eine schön geschwungene Bar-Theke und am Abend Livemusik.

Livemusik gibt es auch in der Karaoke Bar auf Deck 7. Dort treten durchaus talentierte und witzige Amateure auf und unterhalten ihr Publikum auf vielfältige Weise. Hin und wieder kommt auch ein talentiertes Crewmitglied und gibt einen Song zum Besten.

Einmal pro Woche gibt es einen Galaabend, an dem man sich so richtig in Schale werfen KANN, wenn man möchte. Wer also ein kleines Schwarzes zuhause hat, unbedingt mitnehmen, es lohnt sich. An diesem Abend wird man ins Tsar's nur mit Abendgarderobe eingelassen. Außerdem stellt sich an diesem speziellen Abend der Kapitän höchstpersönlich für 1 Stunde zum Photoshooting mit den Passagieren zur Verfügung.
Der Kapitän ist übrigens ein Grieche aus Athen und bei einem kurzen Tänzchen mit ihm hatten er und ich natürlich ein wunderbares gemeinsames Thema.


Kinderfreundlichkeit an Bord:
Auch das Unterhaltungsprogramm für Kinder an Bord ist gigantisch!
Der sog. Kid's Club ist in verschiedene Altergruppen unterteilt, damit die Kluft nicht zu groß ist, gibt es verschiedene Gruppen.
Die 2 - 5jährigen nennen sich "Junior Sailors", die 6 - 8jährigen sind die "First Mates" und die 9 - 12jährigen sind die "Navigators".
Die etwas größeren (13 - 17) finden im "Teen Club" altersgerechte Unterhaltung u.a. auch in der Kinderdisco.
Und da die Bordsprache englisch ist, lernen alle Kinder spielend nebenher auch gleich Englisch! Die Betreuer sind meist mehrsprachig und helfen bei Sprachproblemen, die es bei Kindern aber gar nicht zu geben scheint, wie ich beobachten konnte.
Zum Kid's Club haben Erwachsene übrigens keinen Zutritt. Nur Eltern von ganz kleinen Kindern, können natürlich rein, aber alle anderen Erwachsenen müssen draußen bleiben.
Wenn Eltern ihre Kinder nicht auf die Landausflüge mitnehmen möchten, können sie eine extra Kinderbetreuung in Anspruch nehmen, die allerdings mindestens 24 Stunden vorher angemeldet werden muss.
Die supercoole Rutsche in den Kinderpool wird übrigens ständig von extra dafür vorgesehenem Personal beaufsichtigt, so dass die Mamas und Papas beruhigt in der Sonne schmoren können, während sich die Kleinen austoben.


Fazit:
Beim Test der Zeitschrift "Capital" bekam die Norwegian Jewel 38 von 50 möglichen Punkten und liegt damit sehr weit vor der AidaAura, die nur 33 Punkte im Vergleich bekommen hat.Auf diesem Schiff bleibt aber auch wirklich kein einziger Wunsch offen, der machbar ist. Die Passagiere haben jede Freiheit, die man sich nur vorstellen kann. Man kann sich kleiden, wie man will, man kann essen, was und wo, sooft und soviel man will, man wird verwöhnt von vorne bis hinten und zurück. Der Luxus auf diesem Schiff ist unglaublich und die Unterhaltungsmöglichkeiten auch. Von gepflegter Kultur und Ruhe bis hin zur Dauerparty steht einem alles offen.

Ende April fährt die "Norwegian Jewel" über den Atlantik und kreuzt dann einige Monate im Mittelmeer umher. Als ich das las, juckte es mich ganz schwer in den Fingern, ein paar Tage Mittelmeer auf diesem Traumschiff zu buchen. Auf die Landgänge würde ich in diesem Fall Verzichten, denn das Schiff alleine ist eine Reise wert. Es war einer der tollsten Urlaube, die ich je hatte und ihr könnt mir glauben, ich habe schon viele wundervolle Reisen hinter mir.

8.4.06 19:20
 
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